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Große Häuser mit großen Geschichten

Interview mit unserer selbstständigen Immobilienberaterin Susanne Mütter

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Frau Mütter, in welchem Bereich sind Sie für Engel & Völkers tätig?

Mütter: Seit dem Beginn meiner Tätigkeit als Immobilienberaterin bei Engel & Völkers vor 17 Jahren begleite ich den Verkauf historischer Villen in Potsdam.

Was hat sie im Laufe der Jahre besonders begeistert und fasziniert?

Mütter: Es ist nicht nur das Interesse an den verschiedenen Architekturstilen vergangener Jahrhunderte gewesen, die mich in ihrem Detailreichtum fasziniert haben, sondern vor allem auch die Lebensgeschichten der oftmals prominenten Erbauer und Architekten dieser Häuser. Dazu habe ich viel im Denkmalarchiv der Stadt Potsdam und in vorhandener Literatur recherchiert und Einiges in Gesprächen mit in der Welt verstreuten Mitgliedern von Erbengemeinschaften erfahren.

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Das klingt spannend! Welche dieser Geschichten sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Mütter: Das Gästehaus der Familie Adlon am Lehnitzsee, die Villa Hagen am Jungfernsee oder auch die Liegenschaften der Nachfahren von Otto Preuß, Vater der Weimarer Verfassung, sind nur einige Beispiele für interessante Begegnungen und spannende, aber auch oft traurige Geschichten prominenter Familien, die in diesen Häusern gelebt haben. Im Laufe Ihrer Karriere bei Engel & Völkers begleiteten Sie den Verkauf vieler geschichtsträchtiger Objekte.

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Was macht den besonderen Reiz dieser Traumimmobilien aus?

Mütter: Damals wie heute lag der Fokus wohlhabender Potsdam-Liebhaber auf den Wasserlagen unserer Stadt. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich viele repräsentative Villen am Ufer der Havel aneinander. Besonders beliebt, aufgrund ihrer städtischen Lage, waren und sind historische Villen am Heiligen See und am Griebnitzsee. Nur vereinzelt kamen diese Traumlagen und -Traumhäuser in den letzten Jahren auf den Markt und konnten in der Regel schnell an kapitalkräftige Interessenten veräußert werden.

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Auf welches verkaufte Objekt sind Sie besonders stolz?

Mütter: Besonders stolz waren wir auf den Verkauf der Villa Rumpf und der „Weißen Villa“ – sicherlich die bekanntesten Villen am Heiligen See in Potsdam. Gab es bis etwa 2017 immer noch mal die Möglichkeit, Interessenten an diesem wunderbaren Ort eine Immobilie zu vermitteln, ist dies heute nur noch mit besonderer Kundennähe und äußerst viel Erfahrung möglich

Ein Objekt mit Wasserlage – ist das in Potsdam überhaupt noch möglich?

Mütter: Die repräsentative Villa mit Altbaucharme muss mittlerweile nicht mehr unbedingt am Wasser liegen. Wohl wissend, dass solche Lagen kaum noch zu finden sind, rückten in den letzten Jahren auch die auf der „Landseite“ gelegenen Villen in das Blickfeld anspruchsvoller Kunden. So konnten unter anderem so prachtvolle Anwesen wie die Villa Sarre in der Villenkolonie Babelsberg oder auch die Reinhold Persius Villa der Familie Franke gegenüber vom Schlosspark Sanssouci über uns ihren Liebhaber finden.

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Wenn Sie auf die letzten 17 Jahre als Immobilienberaterin zurückblicken: Würden Sie erneut den gleichen beruflichen Weg einschlagen, wenn Sie noch einmal entscheiden könnten?

Mütter: Die Frage kann ich mit „Ja” beantworten. Wenn ich bei einem Spaziergang durch Potsdam an den Häusern und Gärten vorbeikomme, die durch uns vermittelt worden sind, begeistere ich mich jedes Mal dafür, mit welcher Sachkunde und Sensibilität ihre neuen Eigentümer den historischen Bestand restauriert und über die Jahrzehnte verloren gegangene Details wiederhergestellt haben. Es ist eine große Freude, in den vergangenen Jahren die fantastische Entwicklung von Potsdam in meinem Beruf mitzuerleben und vielleicht auch ein wenig mitzubegleiten.

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